Interview mit Jakob Mähren | Unternehmer und Gründer der MÄHREN AG und der Jakob Mähren STIFTUNG

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Fragen: Friederike Siggelkow * Foto: Dennis Stompfe * Wetter: nasskalt, 1°C

STRAKI –Hallo Herr Mähren. Sie sind ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Was bewegt Sie dazu, sich um Kinder in Not zu kümmern?

JAKOB – Kinder können nichts für ihr Schicksal. Niemand sucht sich die Familie oder die Umstände aus, in die er oder sie hineingeboren wird. Ich selbst habe einfach unglaubliches Glück gehabt. Ich habe wunderbare Eltern, die mir ein Grundvertrauen mitgegeben haben, und von denen ich vor allem viel Liebe erfahren habe. Das gibt mir noch heute im Erwachsenenalter sehr viel Halt, Kraft und Selbstbewusstsein. Es macht mich traurig, dass manchen Kindern solch eine glückliche Kindheit nicht vergönnt ist. Als Urberliner ist es mir deshalb ein Bedürfnis, Berliner Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht.

STRAKI – Warum haben Sie sich entschieden, sich als Botschafter für den Straßenkinder e.V. einzusetzen?

JAKOB – Zunächst einmal ziehe ich meinen Hut vor dem Engagement des Vereins. Als ich mir das erste Mal das Haus vom Straßenkinder e.V. angesehen habe, traf ich auf eine wahnsinnig positive Energie und ein gutes Konzept mit klaren Regeln. Herr Eckhard Baumann und sein Team leisten dort großartige Arbeit. Mit unserer Stiftung stehen wir hinter dieser Idee und stärken deshalb gerne dem Verein den Rücken.

STRAKI – Wie genau sieht Ihre Hilfe für den Verein aus?

JAKOB – Zum einen unterstützen wir den Straßenkinder e.V. jeden Monat finanziell. Darüber hinaus helfen wir bei bestimmten Aktionen mit oder organisieren diese selbst. So haben wir beispielsweise Fahrradhelme und Lernmaterialien gespendet, und zu Weihnachten gab es eine Wichtelaktion unserer Mitarbeiter für die Kinder, die zuvor Wunschzettel verfasst hatten. Ganz wichtig dabei ist, dass die Jakob Mähren Stiftung nicht nur monetär unterstützt, sondern dass sowohl interne als auch externe Mitarbeiter konkret dabei sind. Denn auch mit kleinen Dingen lässt sich viel bewirken.

STRAKI – Gibt es eine besondere Begegnung oder Geschichte, die Sie motiviert?

JAKOB – Als wir zu Weihnachten die Geschenke vorbeigebracht haben, kamen die Kinder angerannt und haben sich riesig darüber gefreut. Sie so glücklich zu sehen, war auch für uns eine große Freude. Generell ist es schön mitzubekommen, dass die Hilfe bei den Richtigen ankommt.

STRAKI – Was wünschen Sie sich für die Entwicklung und die Zukunft dieser Arbeit?

JAKOB – Wir werden den Verein und die Kinder weiterhin gezielt unterstützen. Aktuell haben wir verschiedene Ideen, die wir zukünftig umsetzen wollen. Zum Beispiel versuchen wir gerade, mit dem Verein ein passendes Haus für die Vereinsarbeit in der Berliner Innenstadt zu finden. Das ist bei der aktuellen Situation auf dem Immobilienmarkt natürlich nicht leicht, zumal sich der Straßenkinder e.V. das Gebäude auch leisten können muss. Wir helfen gerne, wo immer wir können, denn Kinder sind unsere Zukunft und brauchen unsere Aufmerksamkeit und Hilfe.

 

Mehr interessante Fakten über den Straßenkinder e. V. findet ihr im aktuellen Jahresbericht. 

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