Kampagne Straßenkinder e.V.

| Aktuelles

„Nicht alle Kinder können abends nach Hause.“

Unter diesem Titel sind seit dem 1. November 2019 in Berlin und weiteren Städten in Deutschland zahlreiche Plakate und bewegte Bilder von Straßenkinder e.V. zu sehen. Mit dieser Kampagne möchten wir, insbesondere in der kalten Jahreszeit, auf die besondere Notsituation von vielen Kindern und Jugendlichen in Deutschland aufmerksam machen, die aufgrund verschiedenster Hintergründe auf der Straße landen. Gleichzeitig möchten wir auf unsere Arbeit hinweisen, denn mit unseren Angeboten in den Anlaufstellen in Berlin-Friedrichshain und der aufsuchenden Straßensozialarbeit sind wir in ganz Berlin aktiv, um Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen zu helfen, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Wir schaffen ihnen einen warmen Aufenthaltsort, versorgen sie mit dem Nötigsten an Kleidung und Lebensmitteln, hören ihnen zu und helfen ihnen dabei, wieder neue Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln. Schritt für Schritt begleiten wir sie auf dem Weg runter von der Straße, zurück in die Gesellschaft und helfen bei der Stabilisierung von förderlichen Lebensstrukturen.

Die gesamte Arbeit des Vereins wird fast zu 100% aus Spenden finanziert, weshalb wir für jede finanzielle Unterstützung sehr dankbar sind.

Die Kampagne wurde uns ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit der Markenagentur und Kommunikationsberatung mc-quadrat, die auch dieses Vorhaben pro bono umgesetzt haben sowie durch Ströer SE & Co. KGaA, welche uns durch die Bereitstellung von Flächen unterstützen. Hierfür möchten wir uns sehr herzlich bedanken!

Helfen auch Sie durch eine einmalige oder monatliche Spende unter www.straki-hilft.de

  

Showing 2 comments
  • Markus Geyer
    Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin gerade über ein Plakat auf Ihren Verein aufmerksam geworden und habe mir Ihre Seite angeschaut. Sie machen wirklich eine tolle Arbeit. Alle Kinder sollten die bestmöglichen Chancen haben. – Irritiert hat mich allerdings zunächst die Aussage auf dem Plakat, dass 6000 Kinder auf der Straße leben „müssen“. Daneben sind Kinder im Schlafsack in einem Park / auf einer Wiese abgebildet. – Bitte erläutern Sie doch kurz näher, welche Kinder die Aussage betrifft. Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich halte das Wort „müssen“ an der Stelle für missverständlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Geyer

    Potsdam

    • Straßenkinder e.V.
      Antworten

      Sehr geehrter Herr Geyer,
      vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit und Ihre Frage. Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass kein Kind gerne auf der Straße lebt, sondern vielmehr bestimmte Umstände bzw. Zustände vom Wohnort das Kind dazu veranlassen, als letzten Ausweg die Straße zu sehen. Das Leben auf der Straße scheint besser zu sein, als Zuhause zu bleiben. Insofern „muss“ das Kind auf der Straße leben, weil es keinen anderen Ausweg weiß.
      Die Zahlen entnehmen wir einer Studie des Deutschen Jugendinstituts von 2017: „Straßenjugendliche in Deutschland – eine Erhebung zum Ausmaß des Phänomens“, die von über 6500 Straßenkindern im Alter von 14-18 Jahren in Deutschland ausgeht.
      Wenn Sie weitere Fragen dazu haben, können Sie sich auch gerne per E-Mail unter info@strassenkinder-ev.de an uns wenden oder telefonisch unter der 030/ 300244550.

      Mit freundlichen Grüßen
      Straßenkinder e.V.

Kommentieren Sie unseren Beitrag

Suchbegriff eingeben