Interview mit Marco Witte | geschäftsführender Gesellschafter WITTE Projektmanagement

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Fragen: Friederike Siggelkow * Foto: WITTE GmbH * Wetter: nasskalt, 1°C

STRAKI — Hallo, Herr Witte. Wie sind Sie auf den Verein aufmerksam geworden?

MARCO — Anlässlich unseres 20-jährigen Firmenjubiläums vor fünf Jahren haben wir einen förderungsfähigen Verein gesucht, dessen Leistung uns überzeugt. Im Straßenkinder e.V. hatten wir diesen gefunden und baten unsere Geschäftspartner, statt Jubiläumsgeschenken hierfür zu spenden und taten dies selbst – gern und von Herzen. Bei der Spendenübergabe wurde in den gemeinsamen Gesprächen schnell klar, der Straßenkinder e. V. ist nicht nur auf finanzielle Hilfe angewiesen, sondern benötigte auch unser bautechnisches Know-how für die Errichtung eines Neubaus sowie die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Und das hatten wir. Dazu kamen engagierte Mitarbeiter auf beiden Seiten und die Zusammenarbeit begann. Und riss bis heute nicht mehr ab.

STRAKI — Wie genau sieht die Unterstützung für den Verein aus?

MARCO — Vor fünf Jahren reichte einfach der Platz nicht mehr aus, um dem bestehenden Bedarf gerecht zu werden und die täglich bis zu 100 Kinder und Jugendlichen umfassend zu
betreuen. So boten wir unsere bautechnische Unterstützung bei der Realisierung des BOLLE-Erweiterungsbaus an und begleiteten das Bauvorhaben bis zur fröhlichen Einweihungsparty durch die Kids.

STRAKI — Gibt es darüber hinaus noch weitere Aktivitäten?

MARCO — Wir besuchten beispielsweise gemeinsam die Baustelle für das „Quartier am Nordbahnhof“. Ausgestattet mit Helm und Warnwesten erhielten die Kinder einen Einblick, wie so eine Baustelle funktioniert und durften dann selbst Bagger und anderes Gerät (mit-)fahren. Im Anschluss waren wir gemeinsam im Kletterpark, wo alle ziemlich viel Mut zeigten und stolz darauf waren, eigene Ängste überwunden zu haben. Gemeinsam etwas zu unternehmen, gemeinsam etwas zu erleben, ist ein weiterer wichtiger Baustein dafür, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Ich bin hier, ich kann was.

STRAKI — Was motiviert Sie, sich zu engagieren?

MARCO — Mein großer Wunsch wäre, die Kinderarmut selbst zu verringern und auch die Zahl der Straßenkinder. Nur leider ist das Utopie. Aber wir können etwas dafür tun, dass diese Kinder einen Platz finden, um Kind zu sein, kurze Zeit ein Zuhause haben, Platz zum Toben finden und Betreuer an der Seite haben, die ihnen das Gefühl des Geliebtseins geben, den Sinn des Lebens zeigen, sie zum Lernen animieren und dabei unterstützen.

STRAKI — Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Vereins?

MARCO — Weiterhin viele helfende Hände. Wir werden als Unternehmen den Verein weiterhin gezielt unterstützen. Aber auch unsere Mitarbeiter, und darüber freue ich mich besonders, haben selbst persönlich Kontakte über das Bauen hinaus geknüpft und helfen Ecki und seinem Team, ob bei der Hausaufgabenhilfe oder bei verschiedenen Aktivitäten mit und für die Kinder.

 

Mehr interessante Fakten über den Straßenkinder e.V. findet ihr im aktuellen Jahresbericht. 

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