Interview mit Robert Eiffler | Geschäftsführer Flemming und Klingbeil

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Fragen: Friederike Siggelkow * Foto: Flemming & Klingbeil * Wetter: regnerisch, -3°C

STRAKI – Wie sind Sie zum Engagement für den Straßenkinder e.V. gekommen?

ROBERT – Wir haben vor Jahren etwas gesucht, wofür wir uns in Berlin, direkt in unserer Stadt, engagieren können. Es gibt viele Menschen in Not, schließlich hat uns die Arbeit des Straßenkinder e.V. überzeugt.

STRAKI – Was motiviert Sie, sich zu engagieren?

ROBERT – Der Straßenkinder e.V. hilft dort, wo Hilfe benötigt wird. Sicher kann man für Projekte auf der ganzen Welt spenden, aber es gibt viel Elend auch in unserer Stadt. Es ist eine Schande, dass Kinder und Jugendliche auf der Straße leben oder dass sie mit Hunger in die Schule gehen müssen und es zuhause nicht klappt, wenigstens eine warme Mahlzeit auf den Tisch zu bekommen. Da ist die Arbeit des Straßenkinder e.V. sehr wichtig. Wir können nicht jeder für die Kids kochen oder sie versorgen, wir können aber mit unseren Spenden und unseren Aktionen dafür sorgen, dass der Straßenkinder e.V. die Möglichkeiten dazu bekommt.

STRAKI – Wie genau sieht die Unterstützung für den Verein aus?

ROBERT – Im Laufe der Zeit haben sich viele Möglichkeiten der Unterstützung ergeben. Wir stellen dem Straßenkinder e.V. eine Ape, das ist ein kleines Transportfahrzeug, welches zum Beispiel genutzt wird, um einzukaufen. Außerdem spenden wir regelmäßig Geld für die Arbeit. Die größte und sichtbarste Unterstützung ist aber die schon traditionelle, jährliche Kleidersammelaktion. Wir rufen dazu die Berlinerinnen und Berliner auf, nicht mehr benötigte Kinder- und Jugendlichen-Kleidung und Care-Pakete (mit Dingen für die Schule, mit Hygieneartikeln etc.) in einer unserer 26 Filialen abzugeben. Da kommen jedes Jahr viele Wagenladungen an Spenden zusammen, die dann durch die Mitarbeiter des Straßenkinder e.V. verteilt werden.

STRAKI – Welche konkreten Aktivitäten setzten Sie dabei um?

ROBERT – Da ist die o.g. Kleidersammelaktion, zudem wir stellen in unseren Filialen Spendendosen auf, die regelmäßig abgeholt und getauscht werden müssen, wir werben auf unseren Flyern und auf unserem Briefpapier für die Arbeit des Straßenkinder e.V. und haben damit sicher schon den einen oder anderen davon überzeugt, den Straßenkinder e.V. zu unterstützen.

STRAKI – Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Vereins?

ROBERT – Schön wäre, wenn der Verein weniger zu tun bekommen würde, weil es gerechter zugeht und weniger Kinder und Jugendliche die Unterstützung und Hilfe des Vereins nötig haben. Da dies aber unrealistisch ist, wünschen wir uns, dass der Verein seine Arbeit weiterhin so gut und professionell macht, ausweiten kann und aktiv dabei hilft, das Leid in unserer Stadt zu lindern.

 

Mehr interessante Fakten über den Straßenkinder e. V. findet ihr im aktuellen Jahresbericht.

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