Endlich sicher
Wir kennen Lina* schon lange. Sie ist noch sehr jung, als sie auf der Straße und damit in der Obdachlosigkeit landet. Tag für Tag kämpft sie ums Überleben und leidet unter den harten Lebensumständen auf der Straße. Ein Hoffnungsschimmer für sie sind unsere Straßensozialarbeiter in der Warschauer Straße. Hier nimmt sie regelmäßig unsere Hilfsangebote in Anspruch: Wir treffen sie während unserer wöchentlichen Essensausgaben am Alexanderplatz in Berlin oder auch in unserer Anlaufstelle, wo sie ein regelmäßiger Gast ist.
Lina ist Optimistin und wir schließen sie sofort ins Herz! Trotz ihrer harten Vergangenheit sieht sie das Leben positiv und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Umso größer ist der Schock, als sie die nächste Hiobsbotschaft erreicht:
Gemeinsam mit einer unserer Mitarbeiterinnen von Straßenkinder e.V. sitzt Lina im Arztzimmer, als sie das Ergebnis ihrer Untersuchung mitgeteilt bekommt: Sie hat Krebs. Ein Tumor hat sich an ihrer Niere gebildet und bereits bis in die Leber Metastasen gestreut.
Doch Lina ist eine Kämpferin! Sie will sich nicht unterkriegen lassen. Sie beginnt mit kräftezehrenden Chemotherapien und lässt mehrere Operationen über sich ergehen. Zu den alltäglichen Sorgen, die sich um Nahrung, einen Schlafplatz und ihre Sicherheit drehen, kommt jetzt eine weitere bohrende Frage hinzu: Werde ich das hier überleben?
In der Zeit ihres Tiefpunktes, geplagt von Sorge und Ängsten und fehlender Zukunftsaussichten sind wir für sie da. Wir haben stets ein offenes Ohr für sie, besuchen sie regelmäßig im Krankenhaus und begleiten sie zu ihren Terminen.
Groß sind Freude und Erleichterung, als der Tumor dann erfolgreich entfernt wird und sich herausstellt, dass die vermeintlichen Metastasen harmlos sind!
Inzwischen hat Lina die Behandlungen abgeschlossen und es geht ihr immer besser. Nur eine lange Narbe am Bauch erzählt noch die Geschichte, die ihrer Lebensfreude nicht anzumerken ist.
Zu unserem großen Stolz hat sie zudem einen Wohnplatz in einer betreuten WG bekommen, wo sie endlich aufatmen und zur Ruhe kommen kann.
(*Namen sind anonymisiert. Bild und Text stimmen nicht überein)
Als Straßensozialarbeiter begegnen wir tagtäglich den dramatischten Biografien. Mit unserer Arbeit, die neben regelmäßigen Essensausgaben, Wasch- und Duschmöglichkeiten und einer Kleiderkammer auch ein ganz individuelles Beratungsangebot, die Begleitung zu Arzt-/ oder Amtsterminen sowie der Vermittlung von Rechts- oder psychologischer Beratung umfasst, versuchen wir einen möglichst raschen Ausstieg aus der Szene zu ermöglichen und bei der Reintegration in die Gesellschaft zu unterstützen.
Mit der Realisierung unseres Straßenkinderhaus BUTZE, das noch 2026 eröffnet wird, können wir unsere Arbeit noch effizienter und ganzheitlicher anbieten. Denn zu den bestehenden Angeboten kommt erstmals auch das Angebot von Notübernachtungsstellen und Übergangs- sowie Mikroapartments hinzu, die minderjährigen Obdachlosen dabei helfen sollen ein eigenständiges, stabiles Leben aufzubauen.
Um dieser Arbeit nachgehen zu können, sind wir auf die finanzielle Unterstützung angewiesen und dankbar für jede Spende!
Spendenkonto für unsere Straßensozialarbeit:
Straßenkinder e. V.
SozialBank
IBAN: DE33 3702 0500 0003 2826 00
BIC: BFSWDE33XXX
VWZ: Streetwork / Straßenkinderhaus BUTZE