Von Author: Isabell Baumann | |
Category: Aktuelles

Eröffnung und Tag der offenen Tür für das bundesweit einzigartige Straßenkinderhaus „BUTZE“ in Berlin

  • Eckhard Baumann: Gemeinsam mit Birgit und Thomas Rabe, privat und mit ihrer Stiftung, sowie weiteren engagierten Förderern ist ein Zuhause für obdachlose Kinder und Jugendliche entstanden
  • Eröffnung am 2. Oktober 2026, 10 Uhr, Wönnichstraße 8, 10317 Berlin-Lichtenberg
  • Tag der offenen Tür am 4. Oktober 2026, 13-17 Uhr, Wönnichstraße 8, 10317 Berlin-Lichtenberg

Berlin, 22. September 2026 – Straßenkinder e.V. feiert ein Eröffnungswochenende: Am Freitag, den 2. Oktober 2026, um 10 Uhr feiert der Verein Straßenkinder e.V. die offizielle Eröffnung für das Straßenkinderhaus BUTZE in der Wönnichstraße 8, 10317 Berlin-Lichtenberg. Zwei Tage später, am 4. Oktober 2026 sind von 13-17 Uhr alle Interessierten eingeladen, am Tag der offenen Tür das Haus und seine Angebote kennenzulernen.

Laut aktueller Statistik sind in Deutschland rund 137.000 Minderjährige wohnungslos. Viele davon leben permanent oder temporär auf der Straße und benötigen Unterstützung, um den Weg zurück in ein stabiles und selbstbestimmtes Leben zu finden. Das Straßenkinderhaus BUTZE wird obdachlosen Kindern und Jugendlichen diese dringend benötigte Perspektive bieten.

Auf einer Fläche von 3.650m² bietet das Straßenkinderhaus BUTZE direkt am S-/U-Bahnhof Lichtenberg Schutzbedürftigen niederschwellige Hilfe und Sicherheit. Auf sieben Etagen finden sich eine Anlaufstelle, kostenlose warme Mahlzeiten, Freizeitangebote sowie Berufsvorbereitung, Wasch- und Duschmöglichkeiten sowie eine Kleiderkammer. Darüber hinaus stehen 41 Wohn- und Schlafmöglichkeiten zur Verfügung – von Notunterkünften über Übergangswohnungen bis hin zu Mikroapartments. Ergänzt wird das Angebot durch persönliche Beratung und Begleitung, die den jungen Menschen dabei hilft, langfristig aus der Straßenszene auszusteigen. So bietet Straßenkinder e.V. ganzheitliche Unterstützung aus einer Hand – ein Konzept mit Alleinstellungsmerkmal.

„Das ist wie ´ne kleine Familie hier und der einzige Ort, an dem ich mich wirklich sicher fühle.“ sagt die Straßenjugendliche Maya, 17 Jahre, und verdeutlicht damit die Notwendigkeit des Hilfsangebotes. Der Verein rechnet jährlich mit 10.000 bis 15.000 Übernachtungen und der Begleitung von rund 1.000 Betroffenen.

Der Bau des Hauses begann im März 2023. Realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem Architekturbüro ARCH-3, dem Projektsteuerer Witte-Projektmanagement, den Architekten J.MAYER.H & Partner sowie weiteren Fachplanern. Das Bauvorhaben hat ein Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro und wird ausschließlich aus Spenden finanziert.  Zu den finanziellen Unterstützenden gehören als Hauptförderer Birgit und Thomas Rabe, die privat und mit ihrer Stiftung bis zu zwei Drittel des Gesamtvolumens übernehmen, sowie die Manfred Strohscheer Stiftung mit einem großzügigen Beitrag, Sternstunden e.V., die Benefizaktion mit dem Bayerischen Rundfunk, Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V. ./Stiftung Stern Hilfe für Menschen e.V., Udo Müller und die APMC Stiftung gGmbH, Nico Gormsen und die HahnAir Foundation, Dagmar Vogt und Anton Milner, Stiftung Renate und Herbert Kubatz, Bild hilft e.V., IKEA Stiftung, Foundation St. Gobain, Stiftung der Nationalmannschaft, Roswith Linden Stiftung, Stiftung Wohnhilfe, Stiftung am Grunewald, Karl Bröcker Stiftung, Dr. Josef und Janine Haubenstock-Stiftung, Reichelt-Feldhusen Stiftung sowie viele weitere Klein- und Großspender. Eckhard Baumann betont: „Unser Dank gilt dem Ehepaar Rabe und allen weiteren großzügigen Förderern, die Straßenkindern mit ihrem Engagement neue Lebensperspektiven ermöglichen. Nun geht es um die Unterstützung des laufenden Betriebs.“ Für den laufenden Betrieb werden jährlich rund 3,2 Millionen Euro benötigt.

Unterstützt wird das Projekt auch von Ilka Bessin (auch bekannt als Cindy aus Marzahn), die als Botschafterin des Vereins von Beginn des Projekts dabei war, sowie von Bundesminister a.D. Ronald Pofalla, der sich u.a. intensiv um die Spendenakquise gekümmert hat.

Zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung unter Mitwirkung von unseren sehr geschätzten Unterstützenden, unserer Botschafterin Ilka Bessin und dem Moderator Wolfram Kons werden auch der Regierende Bürgermeister Berlins und weitere politische Akteure erwartet.

Am Tag der offenen Tür können Besucherinnen und Besucher die BUTZE und ihre Angebote für junge obdachlose Menschen kennenlernen, die Räumlichkeiten erkunden und mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. Mitmach-Aktionen, Film- und Audioangebote, ein Fotospot und kulinarische Angebote sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. 

Weitere Infos, unser Bautagebuch und ein kurzes Video über das Straßenkinderhaus BUTZE: BUTZE News

Pressemitteilung als PDF

Pressefotos zum Download

Unter diesem Link werden nach der Veranstaltung auch weitere Pressefotos zur Verfügung stehen.

Wir bitten die Medien höflich um eine Rückmeldung, ob wir zur Eröffnung mit Ihrem Erscheinen rechnen können. Sie sind uns herzlich willkommen!
Wir würden uns außerdem sehr freuen, wenn Sie auf unseren Tag der offenen Tür aufmerksam machen und auch dieses Ereignis medial begleiten. Um 14 Uhr wird es eine exklusive Presseführung durch das Haus geben.

Pressekontakt: Isabell Baumann, Hohensaatener Str. 20/20A, 12679 Berlin

E-Mail: pr@strassenkinder-ev.de, Telefon: 030 / 300 244 550

Das Straßenkinderhaus BUTZE kurz vor der Fertigstellung im August 2026
© Straßenkinder e.V. – Robin Baumann

Über Straßenkinder e.V.

Der Verein Strassenkinder e.V. wurde 2000, mit dem Ziel junge Menschen von der Straße zu holen, gegründet. Heute ist er mit verschiedenen Angeboten in Berlin aktiv: In Friedrichshain betreibt er eine Anlaufs- und Beratungsstelle für Straßenkinder. Mit dem Kinder- und Jugendhaus BOLLE in Berlin Marzahn setzt er sich gegen Kinderarmut und für faire Bildungs- und Entwicklungschancen ein. Auch die Integrationsarbeit liegt ihm am Herzen. So hat der Verein in der Ukraine und Moldawien insgesamt acht sogenannte Kidsclubs, in denen Grundbedürfnisse erfüllt und Bildungsarbeit geleistet wird. Die Arbeit des Vereins basiert auf einem christlich-diakonischen Selbstverständnis und wird fast zu 100% durch Spenden finanziert.