Interview mit Marina | Ehrenamtliche aus dem Bildungsbereich

Fragen: Sonja Wendland
Foto: Sonja Wendland
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STRAKI –Hallo Marina. Du arbeitest ehrenamtlich bei BOLLE im Bildungsbereich. Wie kam es dazu?

MARINA – Kinder liegen mir einfach am Herzen. Schon in meiner Schulzeit habe ich Nachhilfe gegeben. Jetzt bin ich Rentnerin, habe 4 Enkelkinder und für mich ist Chancengleichheit für Kinder ein wichtiges Thema geworden.

STRAKI – Wie sehen deine konkreten Aufgaben aus?

MARINA – Ich mache Hausaufgaben mit allen Kindern, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Manchmal höre ich aber erstmal einfach nur zu, wenn sie unbedingt etwas erzählen wollen. Dabei geht es einfach darum, dem Kind das Gefühl zu geben, dass man für das Kind da ist. Immer wieder müssen wir einige Kinder für die Hausaufgaben motivieren und sie überzeugen, dass sie wichtig sind. Dabei ist die Atmosphäre bei BOLLE sehr schön. Keiner der Mitarbeiter wird laut und der Umgang mit den Kindern und unter den Mitarbeitern ist sehr wertschätzend.

STRAKI – Mit welchen Fragen und Themen kommen die Kinder hier zu BOLLE und warum ist diese Arbeit so wichtig?

MARINA – Die Kinder erzählen von ihren Haustieren, ihren Wünschen und ganz alltäglichen Dingen und Ereignissen. Besonders Geburtstage sind für sie einzigartige Ereignisse, die sie gerne mit uns teilen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir schon im frühen Kindesalter Werte vermitteln und den Kindern einen gangbaren Weg für die Zukunft aufzeigen. Wenn sie im jugendlichen Alter sind, ist es zu spät.

STRAKI – Was glaubst du braucht man für ein Ehrenamt in einem solchen Bereich?

MARINA – Man braucht eine positive Lebenseinstellung Kindern gegenüber. Ich liebe Kinder und sie geben mir etwas zurück, wenn sie ihre Freude über gute Noten mit mir teilen oder etwas verstanden haben. Außerdem sind Geduld und Einfühlungsvermögen ganz wichtige Eigenschaften bei dieser Arbeit.

 

Mehr interessante Fakten über den Straßenkinder e. V. findet ihr im aktuellen Jahresbericht.